Beschreibung
Sylter Neue Presse Ausgabe 10/26 als E-Book
Alle Glossen der dritten Ausgabe der Sylter Neuen Presse, der Satirezeitung von der Insel, in digitaler Form: 52 Artikel in Heftreihenfolge, mit Bildern, lesbar auf Handy, Tablet und Computer.
So funktioniert die Subskription
- Du bestellst jetzt für 4 Euro. Kein Versand, weil digital.
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Was drinsteht
- Nächster Halt: Whiskymeile Süd. Kampen plant eine U-Bahn unter der Whiskymeile.
- Wohnen auf Schienen: 43 Pendler wohnen jetzt im RE 6.
- Madsen auf der Syltfähre: Die Insel ist jetzt amtlich abgerockt.
- Pfand-Kämmerei, Sand-Reklamation, Fischbrötchenmeter und vieles mehr.
Lieber auf Papier? Die gedruckte Ausgabe 3 kannst du ebenfalls vorbestellen, gedruckt wird ab 250 verkauften Exemplaren.
Satire. Alle Geschichten beruhen auf einer echten Nachricht von der Insel und sind danach frei erfunden. Bilder KI erzeugt oder bearbeitet, teils auf Grundlage von Fotos des TV Sender Sylt1.
Leseprobe
Der Aufmacher der Titelseite, Ausgabe 10/26
„Nächster Halt: Whiskymeile Süd“
Kampen plant eine U-Bahn unter der Whiskymeile
Kampen (snp). Kampen ist laut einer aktuellen Auswertung des Portals Immowelt der teuerste Ferienort Deutschlands, mit 24.327 Euro pro Quadratmeter. Oberirdisch ist damit kaum noch Platz für irgendetwas, das nicht Reet trägt oder Champagner ausschenkt. Die Gemeinde hat daraus nun eine Konsequenz gezogen, die man in Kampen selbst als naheliegend bezeichnet: Wenn oben kein Platz mehr ist, fährt man eben unten. Kampen bekommt eine U-Bahn.
Geplant ist zunächst eine Linie, die U1, mit drei Stationen: Kampen Mitte, Whiskymeile Süd und Rotes Kliff. Die Gesamtstrecke beträgt 1,4 Kilometer, die Fahrzeit knapp zwei Minuten, im Berufsverkehr zweieinhalb. Der Takt richtet sich nach den Gezeiten. Bei Hochwasser fährt die Bahn alle sieben Minuten, bei Niedrigwasser alle neun, weil dann erfahrungsgemäß mehr Menschen spazieren gehen. Die Bahnsteige werden mit Reet verkleidet, die Züge erhalten Sitze aus Teakholz und eine Minibar pro Wagen. Eine erste Klasse ist nicht vorgesehen, weil in Kampen alle Wagen erste Klasse sind.
„Wir haben lange überlegt, ob wir eine Seilbahn nehmen“, sagt ein Mitglied des eigens gegründeten Arbeitskreises Untergrund. „Aber eine Seilbahn sieht man. Eine U-Bahn sieht man nicht, und in Kampen ist das, was man nicht sieht, traditionell das Wertvollste. Außerdem verstellt sie keinen Blick.“
Die Kosten beziffert der Arbeitskreis auf 212 Millionen Euro. Finanziert werden soll die Bahn über den Verkauf der Tunnelwände als Ausstellungsfläche, bevorzugt an Galerien, die ohnehin gerade ein Schaufenster suchen.
Die erste Rolltreppe ist bereits geliefert. Sie steht neben dem Kurhaus im Gras, führt noch ins Nichts und wird nach Angaben der Gemeinde schon jetzt gern fotografiert.
Ein Ticket soll 14 Euro kosten. Kurkarteninhaber zahlen 13,50 Euro, Besitzer einer Zweitwohnung fahren einmal im Jahr umsonst.
Ob die Bahn je fährt, ist offen. Der Arbeitskreis sieht das gelassen. Der eigentliche Zweck sei ohnehin erreicht: Kampen habe jetzt als erster Ort der Insel einen Untergrund. Und der, so heißt es, sei ab sofort ebenfalls nicht mehr zu bezahlen.
Häufige Fragen
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Zum Erscheinungstag nach der Schlussredaktion. Den Zugang bekommst du per Mail.
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Nein, das E-Book ist digital und kostet 4,00 Euro inklusive 7 % MwSt.
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